Momentaufnahme:
Der deutsche Immobilienmarkt
Bevölkerungsentwicklung
Der auf Basis des Bevölkerungsstandes in 2013 prognostizierte Bevölkerungsrückgang bis 2030 bleibt weiterhin aus. Ende 2018 lebten rund 83 Millionen Menschen in der Bundesrepublik und damit rund 3,4 % mehr als 2011.1 Im Vergleich zum Vorjahr macht das ein Plus von 0,27 % der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Unter den Top-8-ETW-Märkten wies bei der Bevölkerungsentwicklung 2018 das höchste Wachstum im Vergleich zum Vorjahr mit +1,06 % die Stadt München auf. Spitzenreiter im Siebenjahresvergleich war bei der Bevölkerungsentwicklung die Stadt Leipzig mit +15,2 % seit 2011. Das entspricht circa 60.000 Einwohnern. Die zweitstärkste Bevölkerungsentwicklung im Jahresvergleich verzeichnete Frankfurt a. M. mit +12,1 % gegenüber 2011.
Bevölkerungsprognose
Die oben beschriebenen Tendenzen werden sich laut den Prognosen bis ins Jahr 2030 fortsetzen. Die höchsten Wachstumsraten bei der Bevölkerungsentwicklung in den Top-8-ETW-Märkten wiesen München mit +18,0 % sowie Leipzig mit sogar +22,3 % auf (jeweils ab 2017). Der Anteil der Bevölkerung in den Top- 8-Großstadtregionen Deutschlands lag 2016 bei 30,0 %, Tendenz steigend.
Wirtschaft
Die deutsche Wirtschaft verzeichnete einen anhaltenden Aufschwung mit einer hohen Beschäftigungsrate und einem Zuwachs des BIP um 1,5 % im Jahr 2018. Im Betrachtungszeitraum der vergangenen neun Jahre verzeichnete Deutschland eine durchschnittliche Veränderung zum Vorjahr von +2,1 %. Zum Vergleich: Im Euroraum (19 Länder) lag die durchschnittliche Veränderung des BIP im Vergleich zum Vorjahr bei 0,8 % (2009 bis 2018).
Angebot und Nachfrage
Die Baufertigstellungen in Deutschland stiegen im Jahr 2018 um 0,4 % auf rund 286.000 Wohneinheiten (im Hochbau). Bei einem gleichzeitig vorliegenden Wanderungssaldo von +386.000 Einwohnern (vorläufige Zahl für 2018) wird deutlich, dass die aktuelle Angebotssteigerung nicht ausreicht, um die Nachfrage und das in den vergangenen Jahren entstandene Neubaudefizit zu decken.
Preisentwicklung
Die Preissteigerungen im Eigentumswohnungsmarkt in Deutschland setzten sich im Vergleich zum Vorjahr weiter fort: +7,3 % im Gesamtmarkt für ETW zwischen 60 und 80 m. Wohnfläche und mit einer gehobenen Ausstattung; deutlich stärker fiel die Preissteigerung in den acht umsatzstärksten Eigentumswohnungsmärkten aus: Frankfurt a. M. +17,4 %, Berlin +12,3 % (jeweils 2018 zu 2017). Der durchschnittliche Angebotspreis im Neubausegment der Top-8- ETW-Märkte im Jahr 2018 lag zwischen 3.694 €/m. (Leipzig) und 8.269 €/m. (München). In den übrigen Städten bewegten sich die durchschnittlichen Neubaupreise zwischen 4.898 €/m. und 6.417 €/m. Im Bereich der h.chsten erzielten Preise lag Hamburg im Vergleich der Top-8-Standorte im Jahr 2018 mit 38.588 €/m. knapp an der Spitze, vor München mit rund 32.000 €/m. Der höchste Stückpreis wurde in Düsseldorf erzielt: Für 24,6 Millionen Euro wurde hier die teuerste Wohnung verkauft.
Trends
Neben dem klassischen Eigenheim am Stadtrand werden Eigentumswohnungen in gut angebundenen Lagen innerhalb der Ergänzungsräume zur Kernstadt sowie im engeren Pendlerverflechtungsraum der Großstadtregionen immer mehr zur bezahlbaren Alternative. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach einem urbanen Lifestyle. In vielen deutschen Städten sind neben den bereits neu errichteten Wohnhochhäusern weitere im Bau befindlich bzw. in konkreter Planung.
SHARE
Zurück nach oben